MiniClub die transportable Anlage
Sachstand: November 2020


Ich gebe es zu: ich habe schon seit "ewiger" Zeit MiniClub Eisenbahn; wenn ich mich recht erinnere sogar schon bevor ich mit der Gartenbahn angefangen hatte. Also ich habe auch die kleinste serienmäßige Modelleisenbahn im Massstab 1:220 von Märklin.

Angefangen hatte es mit einer Startpackung, welche es als Prämie für den Abschluss eines Bausparvertrages gab. So fing es an und es blieb nicht lange bei dem kleinen Gleisoval.

mehr Bilder kommen noch

Über die Jahre wurde es dann doch mehr, letztlich eine große Blechkiste voll. Ab und zu wurde eine Anlage auf dem Tisch aufgebaut, eine Weile damit gespielt und dann wieder abgebaut; nichts außergewöhnliches.

Dann kam ich auf die Idee, die MiniClub mit in den Urlaub zu nehmen. Irgendwie konnte in der Ferienwohnung immer wieder eine nette Anlage aufgebaut werden wo die kleinen Züge gefahren werden konnten. Und sogar beim Camping hatte ich mal die Minis dabei.

Über die Zeit bildete sich ein Gleisentwurf heraus, der mir besonders gut gefiel: einen verschlungenen Hundeknochen auf zwei Ebenen wobei über einen Teilabschnitt der Eindruck einer zweigleisigen Strecke bestand. Und hierzu einige Abstellgleise im vorderen Bereich. Hieraus entwickelte sich der Gedanke, ob diese Struktur sich nicht auf eine dauerhafte Anlage übertragen ließ. Das Bild zeigt eine Urlaubskonfiguration, die schon deutlich den Gleisplan der mobilen Anlage trägt und gleichzeitig zeigt, wie man mit den Schachteln der Waggons wunderbare 2. Ebenen anlegen kann.
  Irgendwann fanden sich zuhause acht Spiegelplatten (war mal ein Ikea-Set), jede 60 x 35 cm groß. Ich kam auf die Idee auf den Spiegel eine MiniClub-Anlage zu errichten. Auf einer Platte ließ sich in meinen Augen kaum ein Fahrbetrieb entwickeln, also legte ich zwei Platten nebeneinander. 120 x 35 oder 60 x 70 ? Irgendwie ergab dies keine "schöne" Eisenbahnanlage, sodass ich schließlich drei Spiegelplatten nebeneinander legte: 105 x 60 ! Die zu bebauende Fläche wurde auf einen Holzrahmen mit Silicon geklebt und später eine komplette Holzkiste daraus gemacht, in der bis auf Fahrzeuge alles nötige (Steuerung, Stromversorgung) untergebracht wurde.

Auf dieser Fläche ließ sich der Plan meiner letzten Urlaubsanlage recht gut darstellen. Mehr noch, es waren sogar zwei zusätzliche Kehrschleifen möglich und die Abstellgleise wurden nun zu einem Kopfbahnhof.

Die Gleise wurden mit Sekundenkleber direkt auf die Spiegelplatten geklebt. Für die Höhenentwicklung entschied ich mich, ein Aluminiumrohr in entsprechende passende Stücke zu sägen und hierauf die Gleise zu verlegen (auch verklebt). Alle elektrischen Anschlüsse wurden durch die Zwischenräume zwischen den drei Spiegelplatten geführt bzw. durch Bohrungen in den äußeren Holzrahmen.

  Die Technik sollte so unauffällig und kompakt wie möglich sein, jedoch alle Funktionen erfüllen. Die meisten Weichen werden von Hand geschaltet, jedoch gibt es Funktionen die mit wenigen Schaltern bedient werden können. So können die beiden Wendeschleifen mit einem Schalter aktiviert werden. Und mit einem Tastendruck wird die komplexere Einfahrt in den Kopfbahnhof gesteuert (mehrere elektrische Weichen, Umpolung eines Streckenabschnitts, Aktivierung eines Halteabschnitts).
Überhaupt sollte die Steuerung der Anlage ganz kompakt erfolgen. Über einen 25poligen Stecker (Computer V.24) an einem längeren Kabel ist die Steuerungseinheit direkt an die Anlage angeschlossen. Damit werden die beiden getrennten Gleisbereiche gesteuert: die Strecke hat einen Fahrregler und der Kopfbahnhof einen eigenen, damit ein Zug fahren kann, während davon unabhängig im Bahnhof rangiert werden kann. Neben den drei Funktionsschaltungen lassen sich dann noch neun Abstellgleise stromlos schalten. Eben soviel wie mit 25 Adern machbar war.  
  Da neben dem Steuerpult auch die Stromversorgung direkt in der Anlage integriert ist, werden für den Betrieb der Anlage nur noch Fahrzeuge benötigt; hierfür wird eine zusätzliche Kiste voll mit Loks und Wagen mitgenommen - mehr als man eigentlich bräuchte. Und schon kann der Eisenbahnspaß auch im Urlaub losgehen (wenn wir mit dem eigenen Auto fahren und das etwas sperrige Teil mitnehmen können).