Karlsruhe Juli 2020
Sachstand: Juli 2020

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Karlsruhe 7/20  

Wegen der Corona-Pandemie waren überall die Fahrtage abgesagt worden. Erst jetzt Mitte Juli konnte ein interner Fahrtag stattfinden, bei dem nur eingeladene Gastfahrer teilnehmen konnten. Besucher und Gäste konnten leider nicht dabei sein. So kam ich erst spät in der Saison zu meinem ersten Fahrtag; das Virus Covid 19 hatte auch unseren Freizeitspaß stark beeinträchtigt. Ganz ohne Eisenbahn war ich in der Zwischenzeit nicht: ich baute kräftig an meiner neuen Gartenbahn an unserem neuen Wohnort.

Den Umständen um das Thema Corona wurde Rechnung getragen indem ich beim Aus- und Einladen nicht auf die Unterstützung anderer angewiesen sein wollte und hatte nur „leichte“ Fahrzeuge dabei, die ich alleine tragen konnte. Ich fuhr daher mit einem kleiner Bärenzug ohne PKW-Anhänger nach Karlsruhe und hatte die grüne kleine Lok, einen Sitzwagen und vier Waggons für Teddys mitgenommen. Die Bärenschar war dementsprechend begrenzt aber doch deutlich präsent.

Vor Ort traf ich auf ca. 50 Eisenbahnfreunde und  zählte im Laufe des Tages ca. 30 verschiedene Lokomotiven auf der Anlage. Dies erstaunte mich, denn bei der doodle-Abfrage bezüglich des Essens hatten sich zum Zeitpunkt als ich auf der Seite nachsah, wie viele Gäste denn da wären nur 14 Personen angemeldet. Wegen der vielen Gastfahrern waren mehr oder minder alle Abstellmöglichkeiten belegt und ich fand erst oben bei der Kehre bei den provisorisch verlegten Gleisen eine Gelegenheit meinen Bärenzug aufzugleisen und fahrfertig zu machen.

Im Gelände sah ich einige Zelte, vorn auf dem Parkplatz einige Wohnmobile. Manche Gäste waren für das ganze Wochenende gekommen zum Teil auch schon früher angereist, ich war nur für diesen Sonntag nur für diesen einen Tag gekommen. Ich erfuhr zudem, dass manche sogar bis Montag auf der Anlage bleiben wollten, so wollten die Jungs um die 01er im Fotografieranstrich erst spät gegen Abend die Lokomotive angeheizen, wenn nur noch wenig Betrieb auf der Strecke sei; während meiner Anwesenheit stand sie kalt auf ihrem Gleis.

Auffallende Züge waren der TEE mit der E03 von T. Schneider und der VT 11.5 von T. Pohl. Beide Züge hatten die typischen Farben elfenbein-rot und repräsentierten die Personenzüge der 60er und 70er Jahre. Am VT11.5 fiel mir gleich ein Schaden an der der hinteren Steuereinheit auf. Der Triebkopf war eine Woche zuvor von der Hebebühne gestürzt und beschädigt worden. Mit Silicon wurde der Schaden soweit gesichert, dass zumindest gefahren werden konnte.

Die knupfersche E22 und ihre 10 angehängten Modellwaggons hatten die für die Karlsruher Anlage vorgegebene Maximallänge von 12 Metern. Als ich hinter diesen Güterzug fuhr erkannte ich als die Weiche zu den Bahnhofsgleisen automatisch zurück schaltete, dass dabei die letzte Achse noch direkt auf der Weichenzunge war; ja es passierte nichts. Also hatte der Zug die tatsächlich absolut maximale Länge.

Dieser Modellzug war längere Zeit auf dem Gleis abgestellt, das durch die enge Unterführung geht. Dieses Gleis wird üblicherweise nicht befahren und konnte so als Abstellgleis genutzt werden. Beim Anfahren stand der Zug somit in einer Kurve und auf einer steilen Rampe. Die knupfersche E22 mit rund 90 Kilo Gewicht konnte in dieser starken Steigung nicht anfahren und schleuderte. Ein Vereinskollege verlagerte sein Körpergewicht auf die Motorvorbauten und durch die erhöhte Gewichtsbelastung schaffte die Lokomotive mit dem angehängten Zug die Steilstrecke.

Auch der VT 11.5 wurde über die schmale enge Strecke geführt. Es klappte, allerdings konnte dabei niemand auf dem Zug sitzen, da es zu eng war.

Erst im Laufe des Tages registrierte ich, dass die 7 ¼ Zoll Kombi-Gleise nun auf allen Fahrstrecken fertig waren. Es könnte somit nun auch eine 7 ¼-Zoll-Lokomotive ihre Runden drehen. Am heutigen Fahrtag war dies jedoch nicht der Fall; es waren ausschließlich 5-Zoll-Fahrzeuge im Einsatz.

Übrigens, es gab quasi noch einen weiteren Bärenzug. Wobei diese Teddys/Stofftiere alle eine aufgenähtes Namensschild trugen, da sie die eine komplette tatsächliche Mannschaft abbildeten.

Mein erster Fahrtag des Jahres war ein guter Fahrtag. Besonders freute es mich, dass die selbstgebaute Funksteuerung der kleinen grünen Lok einwandfrei funktionierte; das war nicht immer so. Ich erinnerte mich an lebhafte Gespräche zwischen den Eisenbahnfeunden, aber dabei waren die Köpfe nicht so eng zusammengesteckt wie sonst; man hielt mehr Abstand. Ich erfuhr, dass bei den Dampfbahnfreunden Kocher/Jagst in Crailsheim im August auch ein ähnlicher interner Fahrtag mit Anmeldung geben soll.

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