Die neue Akku-Lok
Sachstand: Dezember 2025


zurück zur Startseite weitere Seiten zur Gartenbahn Der alte Umbau | Eigenbauten | Digital | Spielspass | Winterseiten | Echtdampf
die 2. Gartenbahn Der Beginn | Der Weiterbau 9/20 | Schneefahrt 1/21 | VW-Bus-Draisine | Fahrtag 2021 | Gartenbahn 2023 | Fahrtage 2023 | Schneeräumung 2024 | Frühjahr 2024 | Frühjahr 2025 | Die neue Akku-Lok

Irgendwie meinte ich, mir fehle noch eine weiter Lokomotive mit Akkustromversorgung und Fernsteuerung, damit man auch bei schmutzigen oder nassen Gleisen fahren könnte. Es sollte eine größere Lok mit einem „dicken“ Akku sein, der dann für einen ganzen Fahrtag reichen sollte. So schaute ich mich um nach etwas von LGB, wo Platz genug sein würde, um „viel“ einbauen zu können. Es wurde eine 2095, die bekannte rote Diesellokomotive der ÖBB mit vier Achsen bei zwei Drehgestellen. Und es wurde zudem mein Weihnachtsgeschenk; also mit Schleife und blauer Weihnachtskugel.

Das Gehäuse der 2095 hat einen sehr großen Innenraum, in den zwei 12 Volt Akkus mit je 5 Ah passten. Gut, die beiden Batterien müssen liegend eingebaut werden, bei Gel-Akkus ist dies jedoch kein Problem. Sie wurden mit je zwei Klettstreifen am Fahrgestell fixiert. Das Klettband hält die Akkus sehr gut fest, sodass die Lokomotive sogar über Kopf gehalten werden kann und somit auch bei einem Unfall (Umkippen) nichts unkontrolliert in der Lok herum purzelt. Zudem erhält die Diesellok durch die beiden Energiespeicher rund zwei Kilo Belastungsgewicht (die originalen Bleigewichte waren entfernt worden um Platz zu schaffen), die gut für die Traktion und die Zugkraft sind.

2 mal 12 Volt, ergo 24 Volt sind für LGB-Motoren etwas zu viel Spannung (Empfehlung bei Analogbetrieb 18 - 20 Volt). Daher wurde ein „DC Step Down“ verwendet, der einstellbar die Akkuspannung auf gewünschte 20 Volt reduziert. Erste Versuche zeigten, dass das eigentlich noch zu viel ist, denn die Lok kippte bei Höchstgeschwindigkeit im R1-Kreis aus dem Gleis. Aber wer rast in der Praxis so schnell im Kreis und außerdem soll die Lok auch noch etwas ziehen. Mal sehen, ob sie mit mehreren Waggons immer noch so schnell ist.

Eine chinesische Funksteuerung für Einhandbedienung dient der Regelung; sie hat sechs Kanäle, aber ein einziger reicht erst einmal. Vielleicht kommt später einmal eine Entkupplung dazu. Zum Umsetzen des Steuersignals wurde ein THOR-Regler für 3 Ampere Dauerbelastung eingebaut; das Ganze funktioniert einwandfrei. Die beiden Glühbirnen für die Frontbeleuchtung vorn und hinten wurden direkt an die reduzierte 20 Volt-Versorgung angeschlossen; so signalisiert die Beleuchtung auch die Betriebsbereitschaft. Eine Umschaltung der Stirnbeleuchtung für Vor- und Rückwärtsfahrt halte ich nicht für notwendig; bei meinen alten Märklin-Loks ist das genau so.

Wichtig war mir ein Hauptschalter vorne an der Lokomotive, damit man im Bedarfsfalle rasch die Stromversorgung ausschalten kann. Des Weiteren wollte ich die Lok auch einfach ungesteuert mit einer Batterie fahren lassen, also mit Dauerhaften 12 Volt. So kann die Lok bzw. ein Zug ständig auf der Anlage fahren, ohne dass man sich darum kümmern muss (natürlich im Falle einer Störung per Hauptschalter). Und wenn man schon zwei Akkus hat, sollte das auch mit beiden Akkus möglich sein. Ergo nochmals zwei Schalter für diese Funktion. Ursprünglich wollte ich diese beiden Schalter auf der Unterseite der 2095 anbringen um bohrte daher zwei Löcher von unten in den „Tank“. Da der Abstand zur Schienenoberkante hier recht gering ist, wollte ich die beiden Knüppel der Schalter einfach kürzen wie ich dies schon mehrfach mit anderen getan hatte. Leider ging dies jedoch nicht mit den Schaltern, die ich hierfür eingekauft hatte, da im Knüppel dieser Schalter die Feder für den Kontakt sitzt und somit der Schalter gleich kaputt war, wenn man den Knüppel kürzte. Im Innenraum neben dem Lokführer wurde ein alternativer Platz gefunden, an dem man durch die offene Tür die beiden Schalter wunschgemäß betätigen kann.

Leider habe ich nicht aufgepasst, als ich das Gehäuse an die beiden Schalter angepasst habe. Zunächst dachte ich, es sei einerlei, wie herum das Gehäuse auf das Fahrgestell gesetzt wird. Aber das ist ein Irrtum, denn mit den Befestigungsschrauben besteht eine klare Zuordnung von vorn und hinten. Ergo habe ich den Ausschnitt für die Schalter auf der falschen Seite heraus gearbeitet und musste nun das Gehäuse falsch herum aufsetzten. Die Konsequenz war, dass nun die Befestigungsschrauben angepasst werden mussten. Das Gehäuse sitzt nun in der falschen Richtung und die Lokomotive fährt von der Karosse aus gesehen rückwärts; der Lokführer steht natürlich vorne im Führerstand.

Eine schöne und zweckmäßige Lokomotive ist es geworden, eine die ich bereits seit längerem bereits habe und die schon längst digitalisiert ist. Nebeneinander gestellt ist kaum ein Unterschied zwischen den beiden zu erkennen, da beide in etwa aus dem gleichen Produktionszeitraum kommen. Natürlich sind die Differenzen erkennbar; eben der Hauptschalter und das umgekehrte Gehäuse. Es hat dann auch sofort Spaß gemacht mit einem Zug auf die Gartenbahnstrecke hinaus zu fahren; und dies bei nur wenigen Plusgraden Außentemperatur. Und Susanne hat es riesig gefallen mit dem langen Krokodilzug auf die Strecke zu gehen; die 15 Waggons zog die neue Akku-Lok locker weg, auch die Steigung hinauf und dies ohne Haftreifen.

Und da gerade eben neuer Schnee gefallen war, wurde die neue Akku-Lok gleich zur Schienenräumung eingesetzt. Leider war der Schnee bereits nach der Nacht bereits leicht verharscht und auf den Schienenoberkanten waren kleine Eispartikel, sodass die Lokomotive keine Haftung mehr hatte und sehr schnell durchdrehte und eine Schneeräumung nicht gelang (auch nicht mit einer anderen Lok). Und die Weichen waren nicht für eine Schneefahrt korrekt gestellt, sondern standen noch auf „Rückfallen“. Und genau diese Weichen waren vereist und konnten nicht mehr bewegt werden. Mit Heißluft konnte dies zwar gelöst werden, jedoch klappte das Fahren insgesamt nicht. Aber Spaß hat es gemacht.

Ein kleines Extra gibt es dann noch. Zur Kontrolle der Akkuspannung wurde eine Spannungsanzeige im zweiten also hinteren Führerstand angebracht. Diese Anzeige ist bewußt ganz oben an der Decke angebracht, damit man diese während der Fahrt nicht sofort sieht, sondern ganz gezielt von unten durch die Fenster schauen muss. So kann bei Bedarf die Spannung beider Akkus kontrolliert werden, denn zum Aufladen müssen die beiden Akkus noch ausgebaut werden. Über eine Möglichkeit die beiden Batterien direkt in der Lok zu laden, denke ich noch nach. Aber die hohe Kapazität der beiden Energiespeicher reicht für mehrere Einsätze und ein Laden ist nicht so oft erforderlich.