Die Gartenbahn 2026
Sachstand: Oktober 2026


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Das Garteneisenbahnjahr geht nun in den Herbst und die Fahrmöglichkeiten draußen werden weniger; sind aber immer wieder möglich. Ja, ich bin recht oft im Garten gefahren, aber nicht jedes Mal muss ich deswegen eine neue Seite auf der Homepage schreiben. Eine Art Zusammenfassung was dieses Jahr war bzw. ungewöhnlich oder besonders war reicht doch auch. Meine Bahn war und ist für mich eine große Freude auch wenn diese mit Arbeit verbunden war und auch weiterhin verbunden ist.

Mit einem tiefen Seufzer „geschafft“ wurde endlich die baufällige obere Kehrschleife erneuert. Damit ich in der Bauphase dennoch fahren konnte, wurde diese Kehrschleife temporär auf der Terrasse aufgebaut. Dann wurden alle Platten dieses Trassenabschnitts entfernt und die Betonsteine der Stützen mit Fliesenkleber neu gerichtet und dabei besonders die Höhe der einzelnen Pfosten besser aufeinander abgestimmt, sodass die Gleise zukünftig wieder mit nur geringen Steigungen verlegt werden konnten. Durch die Verschiebungen der Pfosten im Hang wurde letztlich die Schleife insgesamt sogar ein Stückchen länger. Da musste nun mehr Material zwischen die Platten gefüllt werden, um die Lücken zu füllen und dann auch die Gleise oben drauf in Länge um ca. 15 cm verlängert werden. Also ist die Kehrschleife tatsächlich etwas größer geworden.

Geändert wurde auch die etwas komplizierte Kehrschleife in der Mitte der Strecke. Hier sind im Streckenverlauf zwei gegensätzliche Kehrschleifen miteinander „verstrickt“, was die Technik etwas komplizierter machte und leider nicht sauber funktionierte. Nun wurde hier ein anderes Kehrschleifenmodul eingebaut, welches Sensorgleise zur Umschaltung der Polarität verwendet. Das Ganze wurde dann doch etwas aufwändig, dies in die vorhandene Gleisstruktur einzupassen, aber funktioniert nun einwandfrei. Lediglich die kurzen Gleisabschnitte, welche als Sensor fungieren machten hier etwas Probleme. Die etwa 2,5 cm langen Profilabschnitte konnten nur mit den typischen Isolierschienverbindern eingebaut werden; für eine Schwelle reichten die 2,5 cm dann nicht mehr. So entschied ich mich, das Gleis mit Metallstäben über die ganze Sensorstrecke hinweg zu stabilisieren. Das sieht nicht ganz so toll aus, erfüllt aber perfekt die gewünschte Funktion. Seitdem klappt die doppelte Kehrschleife in beiden Richtungen einwandfrei. Etwas längere Sensorgleisstücke wären vielleicht besser gewesen (aber schwieriger einzufügen).

Auch die Stromversorgung wurde verbessert. Die Litzenkabel sind nun an recht vielen Stellen der Anlage „abgegammelt“, sprich die Isolierung ist durch die UV-Strahlung aufgebrochen und die einzelnen Litzen sind dann soweit oxidiert, dass sie völlig zerbröselt sind und kein Stromfluss mehr möglich ist. An einzelnen Punkten konnte die Litze durch ein massives Kupferleitungsstück verlängert und neu angelötet werden, aber die gesamte Stromversorgung ist hier insgesamt unsicher geworden. Ich habe daher mit massiven Kupferleitungen (Erdkabel bzw. Installationskabel) das Gleis bei benachbarten Abschnitten überbrückt und so letzlich auch bis nach ganz unten eine gute Stromversorgung sicher gestellt.

Neu ist nun auch, dass sich andere Teile der Gleistrasse am Hang verschieben; es gibt mehrere Stellen, an denen Lücken zwischen den betonierten Waschbetonplatten entstanden sind. An den meisten Verschiebungen konnten diese Abstände überbrückt werden, indem das Gleis etwas nachgeschoben wurde, Aber an zwei anderen Stellen ist die Verschiebung auch in der Gleishöhe. Hier half bisher nur, das Gleis z.B. mit alten Kacheln zu unterlegen, um die Höhendifferenz wieder auszugleichen. Ich hoffe, dass diese Verschiebungen auch weiterhin mit kleineren Hilfsmitteln wieder reguliert werden können.

Ach ja, per Internet habe ich ein paar Weichendecoder erworben. Mit ihnen möchte ich nun einige Weichen auch auf der oberen Ebene der Terrasse direkt und digital schalten können. Nicht dass ich faul werde mich zu bücken um Weichen von Hand zu stellen, sondern damit ich beim Rangieren nicht ständig hin und her laufen muss. Auf dem Weichenstellpult sind noch die Knöpfe von Nummer 12 bis Nummer 16 frei, die ich hierfür nutzen werde. Das reicht nicht für alle Weichen, aber eben für die, welche häufiger zu schalten sind.

Und bezüglich Weiche gibt es auch noch einen Weichentausch zu vermelden. Die Weichenzunge der Weiche zur Bahnhofseinfahrt fing an zu wackeln, sodass wiederholt ein Zug entgleiste. Zunächst änderte ich einfach die Fahrtrichtungen über diese Weiche und die schlechte Zunge wurde dann aufgeschnitten. Dann musste doch ein Tausch durchgeführt werden. Und am Ende zeigte sich, dass lediglich die Schraube, welche die Weichenzunge hält einfach zu locker war. Aber da hatte ich dann doch schon eine andere Weiche eingebaut; sicher ist sicher.

Züge mit Krokodilen sind bei uns häufiger auf der Strecke. Es ist immer ein großer Spaß, wenn die Stoffechsen mitfahren. Hier ein Zug mit den äußerlich gleichen Krokodilen; ein anderes Mal dann wieder verschiedene oder gar die großen (lanegn, dicken), welche dann nicht durch die Brücke passen oder in einer Kurve "absteigen".

Wiederholt ist es nun vorgekommen, dass bei uns geklingelt wurde und jemand mit Kind fragte nach der Gartenbahn (nicht wirklich fremde, sondern Leute, die wir kennen). Besonders der Zug mit den kleinen Teddys wurde nachgefragt. Und dann passierte es mir auch schon, dass ich ganz woanders hier im Ort erkannt und nach der Gartenbahn gefragt wurde.

Das Jahr ist noch nicht zu Ende und ich denke wieder daran, eventuell im Schnee fahren zu können. Leider ist die Weichenheizung so wie sie derzeit ist wegen der schlechten Kabel nicht funktionsfähig. Ich habe nun überlegt, dass man mit einem Funktionsdecoder die Weichenheizung einschalten könnte. Digitalstrom ist bis 9 Ampere vorhanden, im Schnee würde maximal ein Zug fahren, sodass ausreichend Strom vorhanden ist um auch hiermit die drei nötigen Weichenheizungen zu betreiben. Prinzipiell funktioniert das auf dem Basteltisch, aber ob die maximale Leistung vom 1 Ampere des Funktionsdecoders wirklich ausreicht, den Schnee auf der Weiche aufzutauen, wird erst der Praxistest zeigen.

Ach ja, ich habe es tatsächlich einmal geschafft an einem Tag alle neun Züge, die im Schattenbahnhof nebeneinander bereit stehen, einmal auf der Anlage fahren zu lassen. Natürlich nicht gleichzeitig; das hatte Spaß gemacht und forderte heraus, immer wieder die Züge und die Abstellgleise zu wechseln (Aufpassen beim Weichenstellen!).

Der Spaß am Fahren steht im Vordergrund. Einerlei ob dies Betrieb mit mehreren Zügen ist oder eben eine "verrückte" Idee mit Teddys bzw. Krokodilen auf dem Zug oder eine sonst ungewöhnliche Zugkombination. Langeweile gibt es bei uns nicht; nur manchmal nicht vorhersehbare "Probleme" (z.B. beim Einparken in den Schattenbahnhof, oder falsch gestellte Weichen auf der Strecke). Aber diese Schwierigkeiten können dann auch besonders reizvoll sein.


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