Karlsruhe Juni 2021
Sachstand: Juni 2021

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Seit fast einem Jahr gab es für mich kein 5-Zoll-Eisenbahnfahren mehr. Der reguläre Fahrtag in Karlsruhe im Juni war bereits seit einiger Zeit abgesagt als eine Mail zu einem internen Fahrtag ohne weitere Gäste einlud. Diesen Fahrtag wollte ich nutzen; das vorhergesagte Wetter versprach jedoch nichts Gutes. Ich entschied mich die E94, einen Sitzwagen und zwei offene Waggons für Teddys ins Auto einzuladen, sodass ich kurzfristig losfahren könnte. Es sollten die neuen Teddys mitgenommen werden, welche in der Zwischenzeit erworben worden waren plus diejenigen welche ihre „Doppelgänger“ sind. Es hatte sich ergeben, dass ich für stark ramponierte Bären fast neuwertige gleiche Exemplare auf einer Internetplattform erwerben konnte. So waren die beiden Wagen rasch ausreichend besetzt.
Ab 12:00 Uhr sollte es nicht mehr in Karlsruhe regnen, tatsächlich war es ab 13:00 Uhr. Aber ich war da und konnte meinen Kurzzug aufgleisen. Eben wegen der ungünstigen Witterung waren zunächst nur 6 Personen auf der Anlage; später dann knapp 20 zum gemeinsamen Grillen. Eigentlich ging ich davon aus, dass erst nach dem Fahren der Grill angeheizt werden würde und hatte mich daher nicht zum Grillen angemeldet. Vor Ort zeigte es sich, dass schon recht bald ein verspätetes Mittagessen vorbereitet wurde; und da noch genügend Essbares vorhanden war wurde ich nach dem Fahren zum „Resteessen“ eingeladen, vielen Dank.
Doch zunächst zu meinem Bärenzug. Die E94 wurde auf das Gleis gesetzt, die Waggons aufgegleist und die Teddys in den Wagen verteilt. Und dann sollte es schon losgehen. Aber die E-Lok reagierte überhaupt nicht auf Steuerbefehle. Irgendwie fehlte Strom; waren die Akkus nicht geladen obwohl diese an den Ladegeräten waren? Ich besorgte mir ein Spannungsmesser: alles war in Ordnung. Dann fiel mir ein, dass ich lediglich die Stecker für die Steuerleitungen eingesteckt hatte, die für die Stromversorgung nicht. Nachdem ich dieses nachgeholt hatte, war alles in Ordnung und ich konnte tatsächlich losfahren. Ja, nach einem knappen Jahr fuhr ich endlich wieder auf 5 Zoll. Und ich habe nachgesehen, das letzte Mal fuhr die E94 auf dem Echtdampfhallentreffen in Friedrichshafen 2019, also vor eineinhalb Jahren.
Die erste Runde fuhr ich noch ganz vorsichtig und langsam, denn scheinbar war ich der Erste auf der Strecke und es lagen noch mehrere Zweige und Ästchen auf den Gleisen, die ich erst wegräumen musste, damit man frei und sicher fahren konnte. Aber bereits zur zweiten Runde konnte ich ohne Unterbrechung fahren und musste wegen Behinderungen auf dem Gleis nicht mehr anhalten. Zunächst waren die elektrischen Weichen nicht aktiviert, später funktionierte die Weichenschaltung mittels der Steuerchips. So viele waren dann doch nicht auf den Gleisen unterwegs, sodass es ein entspanntes Fahren war.
Und irgendwann nach relativ kurzer Fahrzeit stand die Virginian von Heinz-Dieter auf einem Anheizgleis und blies heftig Dampf ab. Zunächst dacht ich er würde den Kessel abschlämmen, aber das war deutlich mehr. Später bemerkte ich, dass an der Dampflok die Dampfspeisepumpe demontiert war. Ich erfuhr, dass diese nicht defekt gewesen wäre, sondern damit man zum Ausbau des Hochdruckschlauches der Achsspeisepumpe heran kam, denn genau dieser war geplatzt und der Grund für die überaus starke Dampfentwicklung.
Jonas hatte seine Heidi 2.0 aus dem Lokschuppen geholt und testete dies und jenes ohne aber auf die Strecke zu gehen. Stück für Stück wächst die neue Lokomotive. Zur Steuerung verwendet er nicht mehr diejenige vom Weichenschlosser sondern eine kleinere und kompaktere, bei welcher er den Steuerhebel einer „Straßenbahnkurbel“ nachempfunden hat und via 3D-Druck hergestellt hat. Das sieht super gut aus und funktioniert auch einwandfrei. Seine neue Lok wird ein richtiges Schmuckstück.

Auf die Strecke ging dann Jonas mit seiner Dampflokomotive Susi und seinen vielen Feldbahnwaggons.
Aufgefallen war mir, dass die Gleistrassen für die LGB-Anlage von Frank nicht mehr vorhanden waren; mehr oder weniger war alles abgebaut. Frank hatte wohl nicht mehr genügend Zeit die LGB-Anlage an dieser Stelle zu betreiben und zu pflegen.

Und aufgefallen war mir, dass der frühere Tunnel der 5-Zoll-Strecke entfernt wurde. Grund hierfür war wohl, dass die Deutsche Bahn den Kabelkanal parallel zum Gleis erneuert hatte und hierfür mehr Platz benötigte. Auch wegen diesen Bauarbeiten der Bahn standen aktuell so gut wie keine Parkplätze vor der Anlage bei den Karlsruhern zur Verfügung, da hier sehr viel Baumaterial gelagert wurde.
Nein, die Sonne war den ganzen Tag nicht mehr herausgekommen und irgendwann hatte ich den Eindruck, dass der Himmel sich wieder mehr verdunkelte. So beschloss ich, meine Eisenbahnsachen und die Teddys wieder im Auto zu verstauen und lieber hier und da noch ein wenig das Gespräch zu suchen. Nachdem alles wieder im Auto war kam auch die Sache mit dem Resteessen und bald schon kamen die ersten Tropfen vom Himmel. Ich hatte wohl den richtigen trockenen Zeitraum zum Fahren gefunden. Und ich habe mich sehr gefreut, endlich wieder mal in Karlsruhe gewesen zu sein, zu fahren und meine Vereinskameraden getroffen zu haben.
   
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