Friedelsheim 2017
Sachstand: Dezember 2017

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Friedelsheim 12/17

Für den Weihnachtsmarkt in Friedelsheim war zwischen Udo, Wolfgang und mir abgesprochen, wer welche Lok und Waggons zur Personenbeförderung mitbringt. Udo hatte seine V100 mit entsprechenden Sitzwagen dabei, Wolfgang seine V60 mit Bedien- und einem weiteren Sitzwagen und ich sollte neben dem Bedienwagen ebenfalls einen Sitzwagen für die Kinder mitbringen. Dieser Sitzwagen gab es zunächst nicht, wurde dann aber hinsichtlich des Termins noch rechtzeitig fertig gebaut. Basis hierfür war das Fahrgestell für meinen Bedienwagen mit dem Komfortsitz.

Wegen des Sitz- und dem erforderlichen Bedienwagen nahm ich nach Friedelsheim nicht die E94 sondern die E22 mit, damit alle Eisenbahnsachen direkt im Auto transportierbar waren und der PKW-Anhänger zuhause bleiben konnte. Irgendwie erinnerte ich mich, dass die Beleuchtung der E22 nicht mehr funktionierte und so nahm ich einen beleuchteten Stern als Frontbeleuchtung mit, den ich dann über das Lokgehäuse baumeln ließ. Später fand ich den Defekt: ein Versorgungskabel hatte eine Unterbrechung; mit einem Ersatzkabel war der Fehler dann behoben.

Die E22 fuhr zunächst irgendwie viel zu langsam, dabei waren die Akkus ganz frisch geladen; selbst Roy wies mich darauf hin, dass die Lok zu langsam sei. Nach einiger Zeit stellte ich fest, dass die beiden Stecker der Anschlusskabel zum Motor vertauscht waren. Zur Vorwärtsfahrt war daher der Rückwärtsgang aktiviert und dieser hat eine deutlich geringere Höchstgeschwindigkeit als in der Vorwärtsrichtung. Die beiden Stecker wurden getauscht, die Fahrtrichtung umgeschaltet (also jetzt richtig vorwärts) und schon fuhr die E22 wie gewohnt.

Zu Beginn war erst nicht so viel los, aber bald setzten wir alle drei Züge ein. Es klappte recht gut, die Weiche elektrisch zu schalten und so die Züge einmal durchfahren zu lassen und dann wieder neue Fahrgäste aufzunehmen. Einige Zeit später zeigte eine Kontrolllampe an Udos Steuerung, dass die Versorgungsspannung der Akkus nicht mehr ausreichte und der Zug der V100 wurde vom Gleis genommen. Glücklicher weise war der Fahrgastandrang nun nicht mehr so groß; zwei Garnituren reichten. Der Zug mit Wolfgangs V60 wurde dabei von einem ehemaligen Lokomotivführer einer echten V60 übernommen; er wollte beim 5-Zoll-Fahrbetrieb vor Ort dabei sein und war als neue Unterstützung bei der Personenbeförderung herzlich willkommen.

Nach Ende des ersten Fahrtages am Samstag durften wir unsere Fahrzeuge im Kirchenraum für die Nacht abstellen und unsere Akkus dort aufladen. Leider zeigte ein Akku von Udo, dass trotz des nächtigen Ladevorgangs die Batterie immer noch leer war: dieser Akku war also defekt. Leider gab es kurzfristig keinen passenden Ersatzakku und die V100 konnte somit am Sonntag nicht eingesetzt werden. Ein Sitzwagen von Udo wurde daher zusätzlich an die E22 angehängt. Ansonsten mussten die beiden anderen Lokomotiven reichen.

Und dann funktionierte die elektrische Betätigung der Bogenweiche nicht mehr. Vielleicht war jemand im Dunkeln darüber gestolpert, jedenfalls konnte die Weiche nicht mehr geschaltet werden. Zudem erkannte Udo, dass sich nach dem Schneefall bei jeder Weichenbetätigung Schnee/Eis zwischen Weichenzungen und festem Schienenprofil festsetzte, sodass eine sichere Lage der Weichenzunge nicht mehr gewährleistet war (eine Weichenheizung gab es nicht). Es wurde entschieden, die Weiche nicht mehr umzuschalten und die beiden Züge stets auf dem Außengleis fahren zu lassen. Das funktionierte mit zwei Zügen ganz gut, sodass wir die Personenbeförderung für den Sonntag sicherstellen konnten.

Wolfgang hatte ebenfalls mit seinen Akkus mehr Aufwand als gedacht. Vor dem Laden zeigte sich, dass einer nicht in Ordnung war; glücklicher weise hatte Wolfgang einen entsprechenden als Ersatz dabei und konnte tauschen. Am Sonntagmorgen waren aber von den vier vorhandenen Akkus die beiden, die in der Lokomotive eingebaut waren, dennoch ungeladen, da sich in der Lok ein Kabel gelöst hatte. Es konnte dann lediglich mit den beiden Akkus aus dem Bedienwagen gefahren werden. Das reichte zwar nicht für den ganzen Tag, aber doch solange wie der Besucherandrang am größten war.

Am Samstag war es soweit trocken aber recht kalt; Loks und Wagen und auch wir hielten das recht gut aus. In der Nacht zum Sonntag war jedoch Schneefall, sodass unsere Züge den ganzen Sonntag im Schnee fuhren. Der Schnee am Sonntag veränderte den Eisenbahnbetrieb, das hatte dann seinen eigenen besonderen Reiz. Die schneenassen Gleise führten dazu, dass bei entsprechender Last die Antriebsräder in der kleinen Steigung durchdrehen konnten, wenn man zu schnell am Regler drehte. Zudem hatten die Kinder ihren Spaß daran, zusätzlichen Schnee auf die Gleise zu schieben, um zu sehen, wie die Eisenbahn damit fertig wurde. Kleinere Mengen wurden überrollt, größere Häufchen mussten entfernt werden. Weiter gab es die erwähnte Einschränkung mit der Weiche.

Susanne (obwohl sie selbst nicht dabei sein konnte) wünschte sich im Vorfeld, dass der große Teddy „Petz“ wie bereits früher schon auf dem Zug mitfährt. Doch leider war dann am Samstag im Auto für den riesigen Bären kein Platz mehr. Als dann Udo auch noch nach dem dicken Teddy fragte, sagte ich dessen Teilnahme für Sonntag zu, da dann meine Frau (Unterstützung beim Waffelbacken) nicht mehr dabei sein würde und auf dem Beifahrersitz Platz war.

Natürlich haben wir auf dem Flohmarkt eingekauft und selbstverständlicher weise auch Lose der Tombola genommen (jedes Los gewinnt), denn letztlich kommt es dem guten Zweck zugute, auch wenn der eine oder andere Losgewinn nicht gerade besonders  nützlich war. Aber ein gewonnener neuer Zollstock macht sich im Werkzeugkasten immer gut.

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