Friedelsheim 2019
Sachstand: Dezember 2019

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Die Wettervorhersage für das ganze Wochenende war sehr schlecht, aber Gott sei es gedankt, hatten wir weder am Samstag noch am Sonntag Regen und mussten die Züge nicht abdecken, sondern konnten immer die Kinder fahren lassen. Leider hatten wir jedoch einen recht starken Wind; über Nacht wurde unser Pavillon, welcher uns als Bahnhof und Fahrkartenhäuschen diente, weggerissen und musste provisorisch ersetzt werden.

In diesem Jahr konnten wir nun die große Streckenerweiterung nutzen, welche Udo in vielen Arbeitsstunden realisiert hatte. Die neue Strecke hatte nahezu die doppelte Streckenlänge gegenüber früher. Daher fuhren wir für eine Fahrkarte nun nur noch eine Runde und nicht wie früher zwei. Dabei wurde Hans-Jürgen zwei Popkorn für eine Fahrkarte angeboten und ja er ließ sich rumkriegen. Aber als ein Jugendlicher mit seinem MAX-Ticket mitfahren wollte, spielte er nicht mit. Eine Fahrkarte musste dann doch gekauft werden.

Da wir nun nach der großen Streckenerweiterung unseren Bahnhof quasi um die Ecke der Kirche herum hatten, empfahl ich, weiter vorne ein entsprechendes Hinweisschild aufzustellen. Aber das war völlig unnötig, wir wurden nach Ende des Gottesdienstes am Samstag so schnell gefunden, dass wir sofort vollen Einsatz leisten mussten.

Wir hatten drei Züge vorbereitet, je einer von Udo, Wolfgang und mir. Roy und Romy, Hans-Jürgen und Stefan mit seiner Frau unterstützten uns beim Fahren und an der Fahrscheinkasse. Und für die sichere Unterbringung über Nacht konnten wir wieder unsere Fahrzeuge in der Kirche abstellen; sie mussten natürlich vor dem Sonntagsgottesdienst natürlich wieder nach draußen.

Die neue Strecke hatte es in sich, denn besonders am Sonntag hatten wir sehr viele Entgleisungen, meist immer an derselben Stelle. Udo war unermüdlich herauszubekommen, warum immer stets dasselbe Drehgestell entgleiste. Nach diversen Gleiskorrekturen war es besser, dann entgleiste ein anderes Drehgestell ein Stückchen weiter und später war es dann mein zweiachsiger Bedienwagen, der aus den Schienen hoppelte.

Udo war wirklich sehr lange damit beschäftigt, die Gleislage stets zu verbessern, damit die Züge fahren konnten. Vom Passagieraufkommen hätten am Sonntag zwei Züge ausgereicht, aber durch die Entgleisungen war es gut, dass doch noch ein dritter Zug unterwegs war. Durch die ungewollten Stopps dauerten die Runden deutlich länger und durch den dritten Zug mussten die Kinder nicht so lange warten.

Im Vorfeld hatte Udo den Gleisunterbau durch einige Fuhren von Kies vorbereitet; Kies deshalb, weil die Wege um die Kirche mit diesem Kies gemacht waren. Die runden kleinen Kiesel gaben den Schwellen jedoch nicht so viel Halt wie erwünscht und daher wurden zahlreiche zusätzliche Holzstückchen zur Stabilisierung eingesetzt. Eigentlich ein sehr hoher Aufwand für zwei Tage Weihnachtsmarkt. Aber wie in den Vorjahren: es war für den guten Zweck, für Brot für die Welt.

Das mit dem Kies zeigte sich auch unter einem anderen Aspekt nicht so günstig, denn immer wieder „schlurften“ Kinder durch den Kies. So kamen immer wieder Steinchen auf die Schienenoberfläche oder in die Weichen. Ich schließe nicht aus, dass der eine oder andere Kiesel sogar absichtlich auf das Gleis gelegt wurde, jedenfalls knirschten die ganz kleinen und wurden zerrieben, bei größeren gab es mal wieder eine Entgleisung. Obwohl recht oft die Fahrzeuge aus den Schienen sprangen, ging an der Eisenbahn nichts kaputt und es verletzte sich niemand.

Nicht nur die „Kleinen“ fanden Gefallen an unserer Bahn, auch größere Jugendliche gefiel der Fahrspaß, obwohl immer wieder Kinder neben den Zügen her liefen und damit zeigten, dass sie viel schneller laufen konnten als wir fahren. Aber das Fahren ist eben reizvoller und der wiederholte Kauf einer Fahrkarte zeigte das Interesse auch „Größerer“. Und dann hörte ich noch wie jemand davon sprach, dass ein paar Jahren davor sogar eine echte Dampflok gefahren wäre; das hatte ihn beeindruckt. Die Eisenbahn auf dem Friedelsheimer Weihnachtsmarkt gehört wohl inzwischen ganz selbstverständlich einfach dazu.

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