Dampffest in Kürnbach Juni 2016
Sachstand: Juni 2016

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Mit dem neuen PKW-Anhänger war es ein leichtes, eine Eisenbahnveranstaltung über mehrere Tage mit meinen eigenen 5-Zoll-Eisenbahnen zu besuchen. So meldete ich mich mit meiner Frau bei den Kürnbacher Dampftagen an. Wir hatten in Bad Schusenried eine Ferienwohnung für vier Tage gebucht, um nicht nur die Dampftage auf der Anlage in Kürnbach zu nutzen. Natürlich war ich selbst während des Dampffestes stets auf der Anlage, meine Frau besuchte unter anderem das Kloster in Bad Schussenried mit der bekannten Bibliothek.
Die Anlage in Kürnbach wurde mit dem Freilichtmuseum in Kürnbach kombiniert. Beide Angebote ergänzten sich wunderbar und jeder hatte vom anderen Vorteile, weil Besucher meist beides nutzen. Besonders zum Dampffest bot das Museum und die Eisenbahnanlage ein sehr umfangreiches Angebot für die Besucher. Die einzelnen Museumsgebäude zeigten spezielle Situationen aus dem früheren Landleben und wurden durch dampfbetriebene stationäre Maschinen überall auf dem Gelände ergänzt. So wurden Steine gebrochen oder Holz gesägt, Kinder im Karussell gefahren und ein Dreschwerk betrieben.
Und auf den Wegen des Freilichtmuseums fuhren mehrere Lokomobile herum. Zwei dampfbetriebene Fahrzeuge fielen besonders auf. Zum einen eine Straßendampfwalze „Marshall“ und die „Minnapolis“, ein Lokomobil in beachtlicher Größe. Die Antriebsräder von beiden hatten eine Höhe von gefühlt 2 Meter und wenn die beiden Ungetüme sich bewegten, hielt man schon aus Respekt einen entsprechenden Sicherheitsabstand ein. Beim Fotografieren der Minnapolis pfiff diese recht bedrohlich und es dauerte einen Moment, bis ich kapierte, dass ich es war, der im Wege stand. Und übrigens, die Minnapolis war zu verkaufen. Wer Platz hätte und einen Tieflader für den Transport, bekäme hier ein neues Spielzeug.
Zurück zur Eisenbahn. In Kürnbach konnten Eisenbahnen verschiedener Spurweiten fahren. Die Personenbeförderung erfolgt auf der Spurweite 10 Zoll, und für den „Individualverkehr“ stehen 7 ¼ Zoll und 5 Zoll zur Verfügung. Durch die drei Spurweiten ergaben sich ganz individuelle Weichen, je nach Einsatzfall. Ganz geschickt hatte man die unterschiedlichen Spurweiten im Bereich des Bahnhofes getrennt, sodass unterschiedliche Abstellgruppen für die größeren und die kleineren Eisenbahnen bestanden. Im Bereich 5 Zoll waren die Abstellmöglichkeiten für die zahlreichen Gäste eingeschränkt, aber es fand sich, dass ich meinen Bärenzug zusammen mit Wilhelms Zug auf dem längsten 5-Zoll-Abstellgleis „parkte“.
Noch etwas zum Wetter, denn es war ja eine Freiluftveranstaltung. Die Tage vor dem Dampffest hatte es stark geregnet. Die Wiese, welche während des Dampffestes als Campingplatz für Wohnwagen und Wohnmobile diente, war stark durchgeweicht und mehr als einer benötigte Hilfe, um sein festgefahrenes (Straßen)Fahrzeug wieder zu bewegen. Der Hauptanreisetag Freitag war sehr sonnig und es konnte noch recht viel auf den Gleisen gefahren werden, bevor der gemeinsame Grillabend begann. Für Samstag und Sonntag waren die Vorhersagen sehr ungünstig: den ganzen Tag sollte es jeweils regnen. Aber insgesamt gab es nur einige kurze Regenschauer und wir deckten unsere Züge rasch mit Planen ab; schon bald konnte dann wieder weiter gefahren werden. Also doch nicht so nass wie befürchtet auf den Gleisen, aber die Autos hatten so ihre Schwierigkeiten. Und an den Bildern erkennt man recht schnell, wann die Sonne mal schien und wann es eben bedeckt war.
Da meine E94 ursprünglich auf der Anlage in Kürnbach beheimatet war, weil der Vorbesitzer und Erbauer, Herr Bücheler (Sigi) hier Vereinsmitglied ist, kam es natürlich zu einem Treffen mit Sigi. Er fuhr einige Runden auf dem hinteren Sitzwagen des Bärenzuges mit; die Funksteuerung wollte er jedoch selbst nicht benutzen. Aber das Fahren hat er sichtlich genossen. Anschließend erklärte Sigi mir noch einige Dinge und Besonderheiten der Anlage Kürnbach, schließlich war er hier beim Aufbau der Anlage ja bereits vom Anfang an mit dabei.
Tim und sein Vater waren Samstag und Sonntag gekommen und hatten sowohl die elektrische als auch ihre Dampflokomotive dabei. Und dennoch wollte Tim auch mal mit dem Bärenzug einige Runden fahren. Für mich die Gelegenheit, den Zug auf der schön gestalteten Anlage fotografieren zu können. Die Dampflokomotive von Tim hatte dann leider am Sonntag einen Defekt. Irgendwie hatte die Lokomotive nicht die gewohnte Kraft und Tims Vater fand dann die Ursache: die Maschine arbeitete nur noch auf einem Kolben, da der Verbindungsstift zwischen Kolbenstange und Kreuzkopf auf einer Seite gebrochen oder verloren gegangen war.
Die BR 23 von Herrn Fischer gefiel mir besonders gut. Seine Frau stand gerade neben mir und erzählte, dass die Dampflokomotive lange Zeit unbenutzt herumstand und dann wieder neu aktiviert und überarbeitet wurde.
Als ich zufällig neben der unter Druck stehenden Maschine während eines kurzen Stops stand, machte es „Plopp“ und irgendetwas sah ich aus dem Schlot fliegen. Da ich sah, wo das Teil hinfiel, konnte ich es aufheben (Vorsicht, sehr heiß) bevor es verlorenging. Jemand, welcher sich mit Dampflokomotiven besser auskannte als ich, wusste sogleich, dass hier der Hilfsbläser gerade davongeflogen war. Für Herrn Fischer also wieder eine Reparatur.
Auch an der Anlage gab es einen Defekt. Eine Automatikweiche ließ die Personen befördernden Züge zum Bahnsteig abbiegen, während der Individualverkehr an den Bahnsteigen vorbei geleitet wurde. Genau diese Weiche funktionierte nicht mehr automatisch (über einen Magneten am Zug) und musste mit dem Lötkolben repariert werden. Das gab dann zwar zusätzliche Mühe, aber der Eisenbahnverkehr wurde nur wenig hiervon beeinträchtigt und funktionierte dennoch.
Kurz vor Ende des Fahrtages am Sonntag entgleiste meine E94 und einige Waggons dazu auf einer Weiche im Bereich des Museums. Möglicherweise war die Weiche nicht korrekt gestellt, oder es lang ein Schotterstück unglücklich in den Weichenzungen oder im Weichenherz. Natürlich hielt ich dann den ganzen Verkehr auf, bis meine Eisenbahn wieder richtig auf den Schienen stand. Eine nachfolgende Inspektion auf dem Ausweichgleis ergab, dass offensichtlich nichts kaputt war.
Karlheinz hatte seine neue Lokomotive mitgebracht: eine MAK. Eigentlich das gleiche Modell, wie es schon seit einiger Zeit bei uns im Verein in Karlsruhe unterwegs ist. Nun hatte Karlheinz seinen Bausatz endlich fertig gebaut, wenn auch noch einige Teile fehlen, wie Fenster und die typischen Geländer. Als Beladung für die Flachwaggons hatte Karlheinz so wie Wilhelm auch Styropurblöcke befestigt, welche mit ihrem Muster ein wenig nach Granit wirkten.
Das mit einem Propeller angetriebene Schienenfahrzeug war nur kurze Zeit auf der Strecke unterwegs. Es machte mit seiner Luftschraube einen recht großen Lärm; der Propelleratrieb war die Hauptlärmquelle. Dies war ein Sternmotor mit sieben Kolben und wurde modellmässig korrekt richtig mit "Sprit" angetrieben (merkte man am Geruch). Ich verglich das „Ding“ in Gedanken mit der „Fortuna“ von LGB. Und wer schon mal mit der „Fortuna“ mit dem elektrischen Propeller gespielt hat, weis, dass das Fahren nur mit einer Luftschraube als Antrieb ganz schön kniffelig ist.
Das erste Mal war ich auf der Anlage in Kürnbach. Mein Bärenzug gefiel auch hier und schnell hatte man mich und den Bärenzug miteinander kombiniert. Wiederholt wurde ich nach der Anzahl der Teddys gefragt: dieses Mal waren genau 50 Teddybären dabei. Und auch hier auf einer fremden und für mich neuen Anlage hatte ich dennoch zahlreiche Bekannte getroffen, im Wesentlichen Vereins- bzw. Eisenbahnkollegen aus Karlsruhe und Rossdorf.
Und dann noch ein ganz dickes Lob an die Organisation und die Helfer des Dampffestes. Der Grillabend, die Teilnehmerkarten, Kaffe und Kuchen und noch mehr waren sehr gut vorbereitet. Vielen herzlichen Dank. Ich war gerne da und habe die Zeit in Kürnbach genossen.

Ach ja, und am Ende des Kürnbacher Dampffestes fehlte meiner Frau ein Schuh. Alles suchen half nichts: der Schuh inklusive einer Einlage war und ist verschwunden. Er muss wohl irgendwann aus dem Auto gefallen sein, als wir die Bärentaschen ausluden, oder eben bei einer anderen Aktion. Jedenfalls weg ist weg.
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